Erweiterungen und Aktualisierungen
der dritten Auflage

Einbeziehung weiterer spannender und
relevanter Aussagen zum Thema

  • Einen Zusammenhang zwischen dem wirtschaftlichen Erfolg einer Region und Diversity beschreibt der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Richard Florida in seinem Buch „The Rise of the Creative Class“. Er geht der Hypothese nach, dass drei T‘s die Treiber für wirtschaftlichen Erfolg einer Stadt bzw einer Region sind: Technologie, Talent und Toleranz
  • Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen, schreibt in seinem Buch „Was wir sind und sein könnten“ , dass wir Menschen die einzigen Lebewesen sind, die sich nicht nur selbst mit Begeisterung etwas ausdenken können, sondern dass wir dazu auch eine Gemeinschaft brauchen.
  • Peter Kruse plädiert in seinem Buch „next practice- Erfolgreiches Management von Instabilität – Veränderung durch Vernetzung“ für ein gezieltes Anstreben von Instabilität in Organisationen und Unternehmen.

Das Phänomen der Resonanz begegnet uns in verschiedenen Zusammenhängen. Es ist die Rede von Ankopplung, von Verstärkung, von Kommunikation. In jedem Fall handelt es sich um eine besondere, wirkungsvolle, synergetische Form der Wechselwirkung schwingender Systeme

  • Damit ein Team zum Schwingen kommt, in Resonanz gehen kann, braucht es nach Gebert et al (2006) sowohl die Wertschätzung der Individualität, das Einnehmen können einer Generalistenperspektive als auch eine kollektive Identität. Gebert, D; Boerner, S; Kearney, E: Cross-functionality and innovation in new product development teams. A dilemmatic structure and its consequences for the management of diversity, Journal of Work and Organizational Psychology, Het 15 (4) S. 431-458, 2006.
  • Für C. Otto Scharmer (Theorie U, 2009) bedeutet dies, dass die Teammitglieder fähig sind, von sich als einem Teil des Ganzen her zu sprechen, Standpunkte zu erkunden und gleichzeitig sich selbst als Teil des Systems zu sehen. Die Teammitglieder beginnen vom andern her oder vom Ganzen her wahrzunehmen, und so wird ein schöpferisches Denken möglich

Einbeziehung weiterer aktueller Großstudien
über den Nutzen von DM

  • Woolley, Anita Williams; Chabris, Christopher F.; Pentland A.; Hashmi, N., Malone, T. W.: Evidence for a Collective Intelligence Factor in the Performance of Human Groups, 2010
  • Dreamteam statt Quote, Studie zu "Diversity and Inclusion" von Roland Berger Consulting, 2011
  • Vielfalt siegt! Warum diverse Unternehmen mehr leisten, McKinsey Studie 2011
  • Caye, J.-M. Teichmann, C., Strack, R. Haen, P. Bird, St., Frick, G. 2011: Hardwiring Diversity into Your Business., The Boston Consulting Group.
  • Talente, Technologie und Toleranz – Wo Deutschland Zukunft hat. Studie des Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung; 2007

Exkurs: Stufen des Zuhörens von C. Otto Scharmer

  • Erster Typ: downloaden (runterladen)
    Das Zuhören dient der Bestätigung bereits vorhandener Urteile. Wir sehen und hören nur das, was unserem gewohnheitsmässigen Urteilen und Denken entspricht.
  • Zweiter Typ: gegenständlich-unterscheidendes oder das objektfokussierte Zuhören
    Beim Zuhören wird darauf geachtet, was sich von dem unterscheidet, das man bereits weiss. Die Aufmerksamkeit ist auf Fakten und auf neue oder unerwartete Daten gelenkt.
  • Dritter Typ: Empathisches Zuhören
    Dies ist ein Zuhören mit der Intelligenz unseres Herzens. Die Wahrnehmung verschiebt sich aus der eigenen Welt in das Feld hinaus zum andern, zu dem Ort, von dem aus der andere spricht. Wir versetzen uns direkt in einen anderen Menschen oder eine Gruppensituation hinein. Das eigene Vorhaben wird vergessen, und wir nehmen wahr, wie sich die Welt aus der Sicht eines anderen zeigt. Wir beginnen die Welt mit den Augen des andern zu sehen.
  • Vierter Typ: Schöpferisches Zuhören
    Wir sind nicht mehr empathisch mit jemandem, der uns gegenüber sitzt, verbunden. Wir verspüren eine tiefere Resonanz. Wir konzentrieren uns darauf, was Neues entstehen kann. Dies ist ein Zuhören aus dem entstehenden Zukunftsfeld. Voraussetzung dazu ist, inneres Schweigen zu entwickeln und auch auf die Stille zwischen den Worten zu achten. In diesem gesteigerten Zustand der Aufmerksamkeit kann altes losgelassen werden und Platz für neues entstehen

Überarbeitung der Beobachtungsraster des
Diversity-Teamentwicklungsmodells

Der Beobachtungsraster ist eine Diagnosemethode, welches im Team als Standortbestimmung zu Diversity genutzt werden kann - sowohl von den Führungskräften als auch von den Teammitgliedern oder von Beratern und Beraterinnen (zum Beispiel als Leitfaden für Interviews).

Neue Übungen

(z.B. Diversity Mix, Schöpferisches Zuhören)